Führerschein in Gefahr oder Punktvermehrung? Wer zu spät reagiert … !

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Führerschein in Gefahr oder Punktvermehrung? Wer zu spät reagiert … !

Wer zu spät reagiert ….!

Fachanwalt für Verkehrsrecht Dr.Christian Pfennig in der NB vom 04.04.2010

Sobald Punkte drohen und/oder der Führerschein in Gefahr ist, handeln Sie. Das gilt für Ordnungswidrigkeiten wie auch für Verkehrsstraftaten. Es können durch eine Tat bis zu sieben Punkte vergeben werden.

Eine „Goldene Regel“ lautet: (tauglich auch für das Privatleben): Ich habe noch nie bereut, was ich nicht gesagt habe!. Sie sind nicht verpflichtet, belastende Angaben bei einer Befragung zu machen oder einen übersandten Anhörungsbogen zurückzuschicken, ohne den Akteninhalt zu kennen. Die Ermittlungsakte kann nur Ihr Anwalt einsehen. Ggf. sollten Sie keine Äußerung abgeben, wenn u.U. eine Täterschaft nach Aktenlage gar nicht nachweisbar ist. Ohne vorherige Akteneinsicht sollte daher keine Äußerung erfolgen. Hier haben sich schon viele Betroffene (teils nach „gutem Rat“ von Stammtisch, Arbeitsplatz oder Rechtsschutz) durch ungeschickte vorherige Angaben gerade durch Einlassungen erst selbst belastet.

Ihr Anwalt beurteilt nach Akteneinsicht, ob eine Einlassung entlasten kann und wie durch Verhandlungen mit der Behörde, Staatsanwaltschaft oder dem Gericht das Verfahren für Sie günstig beeinflusst oder sogar zur Einstellung gebracht werden kann. Ist die Fahrerlaubnis in Gefahr, sind besondere Maßnahmen auch für Ihre Führerscheinakte erforderlich.

Im Hinblick auf Punkte im Verkehrszentralregister ist es möglich, dass die Führerscheinbehörde aufgrund „Regelungen der Fahrerlaubnisverordnung“ frühzeitig Maßnahmen gegen Sie ergreifen kann, ohne dass bereits 18 Punkte (Entzug der Fahrerlaubnis) angesammelt wurden. Daher sollten Sie auch daran denken, Punkte abzubauen. Sofern bis 8 Punkte registriert sind, können bis zu 4 Punkte und ab 9 bis 14 Punkte bis zu 2 Punkte nach einem sog. „Aufbauseminar“ und ab 15 Punkten bis zu 2 Punkten durch eine „Verkehrspsychologische Beratung“ gutgeschrieben werden. Eine angeordnete MPU sollte nie ohne frühzeitige Vorbereitung durchgeführt werden.

Weitere Informationen entnehmen Sie den Internetseiten bs-unfall.de