Fachanwalt für Familienrecht, Fachanwalt für Erbrecht, Mediator in Braunschweig

Rechtsanwalt Jürgen Wabbel

Berufsstart als Rechtsanwalt: Wie alles begann

Vor meiner mündlichen Prüfung für das zweite juristische Staatsexamen (Befähigung zum Richteramt) fragte mich der Prüfer für den anwaltlichen Teil: „Und, was wollen Sie denn nach dem Examen beruflich machen?“ Da für mich schon seit dem zwölften Lebensjahr feststand, dass ich Anwalt werden wollte antwortete ich wahrheitsgemäß: „Rechtsanwalt“. Mein Prüfer riet mir darauf hin wohlwollend: „Machen Sie sich bloß nicht gleich selbstständig – das ist der sichere Weg in den Ruin. Am besten arbeiten Sie erst mal ein paar Jahre bei einem älteren Kollegen und dann können Sie ihn ja fragen, ob er Ihnen die Partnerschaft anbietet.“ In dem Moment habe ich es nicht übers Herz gebracht, ihm zu erklären, dass mein Mitreferendar Christian Pfennig und ich bereits einige Wochen vorher die Büroräume am Mittelweg 2 in Braunschweig angemietet hatten, um mittelbar nach bestandenem Examen die eigene Kanzlei zu eröffnen.

Aus heutiger Sicht war sicherlich kühn, vor bestandenem Examen die Kanzleiräume anzumieten und auch danach gab es von etablierten Kollegen auch reichlich Gegenwind. All dies hat die Kanzlei bis heute geprägt – der Mut, etwas zu wagen und die Ausdauer,  trotz widriger Umstände durchzuhalten haben uns bis heute sehr geholfen. Über die Jahre kamen weitere Kolleginnen und Kollegen hinzu, die diese Werte ebenfalls teilten, sodass Ihnen heute insgesamt sieben Rechtsanwälte zur Verfügung stehen. Rückblickend war daher die Selbstständigkeit der einzig richtige und konsequente Schritt.

Spezialisierung: Mein Anwalt war schuld

Mit gerade einmal 19 Jahren durfte ich eine einzigartige Erfahrung machen: Ich war gezwungen innerhalb der Familie einen Rechtsstreit um mein Erbe zu führen, weil mein Vater sehr früh verstorben war. Zu der Zeit gab es weder Fachanwälte für Erbrecht, noch durften Anwälte mit besonderer Qualifikation werben, also suchte ich mir den Rechtsanwalt in der Nähe aus, der mir auch versicherte, dass er sich in allen Rechtsgebieten bestens auskennen. Nach einigem Schriftverkehr kam es zur Gerichtsverhandlung vor dem Landgericht Braunschweig, in der auch ein Zeuge für die Gegenseite aussagen sollte. Das tat er auch unklug das Blaue vom Himmel herunter. Von meinem Rechtsanwalt habe ich nun erwartet, dass er den Zeugen ordentlich „in die Mangel nimmt“. Stattdessen schaute er mich aufmunternd an und erklärte mir: „Sie können dem Zeugen auch Fragen stellen – ich habe keine.“ Das war´s. Einige Wochen später kam dann das schriftliche Urteil und das Ergebnis war – sagen wir mal – mittelmäßig. Erst einige Jahre später, als ich im Studium Familienrecht und Erbrecht als Wahlfach hatte (Pflicht sind nur einige Grundlagen), fiel mir auf, was mein damaliger Anwalt noch alles für mich hätte geltend machen können – wenn er es denn gewusst hätte.

Meine Motivation

Diese Erfahrung hat mich zu der Einsicht geführt, dass ohne eine klare Spezialisierung und ständige Fortbildung eine effektive Vertretung der Interessen des Mandanten in der heutigen Zeit nicht mehr möglich ist. Darüber hinaus bin ich der Überzeugung, dass neben dem Fachwissen auch eine stetige Weiterbildung in Sachen der Rhetorik und Verhandlungsführung und der Verhandlungspsychologie notwendiges Werkzeug des Rechtsanwaltes sein müssen. Wer neben mir in einem Gerichtssaal oder einer außergerichtlichen Verhandlung sitzt soll sich darauf verlassen dürfen, dass die Verhandlung und die Zeugenvernehmung durch den Anwalt übernommen werden und sich nicht mit der für ihn ungewohnten Situation alleingelassen fühlen. Dafür setze ich mich auch weiterhin mit aller Kraft ein.

Vita

  • 1958 geboren in Braunschweig
  • 1978 Abitur am Martino – Katharineum in Braunschweig
  • 1979 – 1984 Studium der Rechtswissenschaften in Göttingen
  • 1985 – 1987 Referendariat, u. a. bei dem 2. Familiensenat des Oberlandesgerichts
    Braunschweig
  • 1987 Rechtsanwalt und Mitgründer der Kanzlei
  • 1997 Braunschweigs erster Fachanwalt für Familienrecht
  • 2005 Fachanwalt für Erbrecht
  • 2005 Mediator

Mitgliedschaften

  • Regionalleiter Niedersachsen der Deutschen Anwalts-, Notar-
    und Steuerberatervereinigung für Familien – und Erbrecht e.V. (DANSEF)
  • Interessenverband Unterhalt und Familienrecht ( ISUV ) e.V. (Vorträge zu familienrechtlichen Themen)
  • Centrale für Mediation
  • Arbeitsgemeinschaft Familienrecht im DAV
  • Arbeitsgemeinschaft Erbrecht im DAV
  • Deutsche Vereinigung für Erbrecht und Vermögensnachfolge e. V. (DVEV )

Publikationen

Neben seinen Fachanwaltsgebieten ist Herr Rechtsanwalt Wabbel als Mediator speziell im Erb- und Familienrecht, sowie als Strafverteidiger und auf dem Gebiet des Arbeitsrechts tätig.

Bücher und Publikationen

Ehrenamtliche Tätigkeiten

  • Mitglied im Rechtsausschuss des Niedersächsischen Judoverbandes
  • Trainer von 2 Kinder- und Jugendmannschaften im MTV Hondelage
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